Der Bitcoin zwischen Hype, Blase und Regulierung

Wie keine andere Kryptowährung sorgt der Bitcoin in den letzten Monaten und Wochen immer wieder für Schlagzeilen. Für die einen bedeutet der Bitcoin der Aufbruch in eine neue Zeit, andere sehen in ihm ein Spekulationsobjekt, das sich zu einer Finanzblase entwickelt hat. Der Chef der US-Investmentbank J.P. Morgan spricht beim Bitcoin sogar von Betrug, die Europäische Zentralbank nennen Bitcoins "zutiefst unseriös".

Zahlreiche deutsche Medien berichteten kürzlich über die staatlichen Eingriffe und geplanten Regulierungsmaßnahmen bei Kryptowährungen in China und Russland. Anders ist die Situation in Japan. Nachdem die japanische Finanzaufsicht bereits im April 2017 Bitcoins als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt hat, hat sie nun elf Unternehmen offiziell erlaubt, Devisengeschäfte mit Bitcoins zu betreiben. Im Gegensatz zu China baut Japan dadurch seine Position im Bitcoin-Geschäft weiter aus und hat die internationale Führungsrolle auf dem Gebiet übernommen.

 

"Durch die Digitalisierung steht der gesamten Finanzbranche ein Umbruch bevor", sagt der 5-Sterne-Redner und Zukunftsforscher Michael Carl. Sein Vortrag "Die Zukunft des Geldes und des Bezahlens" setzt sich intensiv mit dieser aktuellen Thematik auseinander. Diese Entwicklung trifft die Finanzbranche zu einem Zeitpunkt, an dem viele ihrer Unternehmen ohnehin unter starkem Druck stehen: Startups bieten Kunden klassische Bankprodukte an – oft mit einer höheren Individualität und meist kostenlos. Der Aufwand der Regulierung steigt und in der Niedrigzinsphase versiegen die traditionellen Erlösquellen von Banken. "In Summe ist dies für viele Finanzinstitute bereits existenzgefährdend, jedenfalls werden Banken in sehr naher Zukunft ihr gesamtes Geschäftsmodell neu entwickeln müssen", sagt Zukunftsforscher Michael Carl. "Ob die Digitalwährungen hier Chance zum Neuanfang oder größte Bedrohung und zusätzlicher Stressfaktor sind, hängt einzig von der Einstellung der Unternehmen selbst ab", so Carl in seinem Vortrag.

 

Nach den Erkenntnissen von Michael Carl wird virtuelles Geld, Cyber-Geld oder das Zahlungssystem Bitcoin schon bald das gedruckte Geld, wie wir es kennen, in vielen Feldern ablösen. "Neue digitale Wettbewerber, die – wie FinTechs – auch strategische Treiber sind, werden künftig die Kundenschnittstellen der klassischen Universalbanken besetzen. Diese müssen daher ihre Struktur, ihre Organisation und ihre Prozesse neu ausrichten, um auch in Zukunft erfolgreich agieren zu können", prognostiziert der 5 Sterne Redner.

 

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