
Erfolg scheitert selten an äußeren Umständen – sondern häufig an fehlender Selbstwahrnehmung. Genau diesen Mechanismus beschreibt Prof. Dr. Gunter Dueck in seinem aktuellen Beitrag.
Seine zentrale These: Wer nicht erkennt, warum er scheitert, wird die Gründe zwangsläufig bei anderen suchen.
Ob in Politik, Wirtschaft oder im persönlichen Umfeld – immer wieder zeigt sich das gleiche Muster: Statt eigene Fehler zu reflektieren, entstehen einfache Erklärungen. Die anderen sind schuld, die Umstände sind unfair, das System funktioniert nicht.
Dueck bezeichnet dieses Phänomen als „Verblendung“. Sie verhindert Selbstkritik – und wird damit zum eigentlichen Problem.
Besonders deutlich wird dies laut Analyse in der Politik: Parteien verlieren an Zustimmung, ohne die tatsächlichen Ursachen zu erkennen. Statt Ergebnisse zu liefern, dominieren Erklärungen und Rechtfertigungen.
Die Folge: Vertrauen geht verloren.
Doch das Prinzip reicht weit über die Politik hinaus. Auch Unternehmen und Führungskräfte laufen Gefahr, sich selbst falsch einzuschätzen – und damit an den Erwartungen von Kunden oder Mitarbeitern vorbeizuarbeiten.
Die zentrale Erkenntnis: Wer sich nicht selbst hinterfragt, verliert den Bezug zur Realität.
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