
Ein kurzer Stopp am Geldautomaten gehört für viele Menschen zum Alltag und gerade im Urlaub wird häufig noch einmal Bargeld für Restaurantbesuche, kleinere Einkäufe oder Ausflüge benötigt. Was dabei leicht vergessen wird: Rund um Geldautomaten haben Kriminelle unterschiedliche Methoden entwickelt, um an Karten, PIN Nummern oder direkt an das ausgezahlte Bargeld zu gelangen.
Besonders ältere Menschen können dabei ins Visier geraten. Der Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Network-Karriere zeigt, dass Täter ihre Opfer teilweise bereits beim Geldabheben beobachten und anschließend versuchen, sie abzulenken. Ein scheinbar freundliches Hilfsangebot, eine unverfängliche Frage oder ein kurzes Gespräch können ausreichen, um die Aufmerksamkeit vom Geldautomaten und der Bankkarte wegzulenken.
Eine der einfachsten Methoden benötigt keinerlei technische Manipulation. Täter beobachten während der Eingabe die PIN und versuchen anschließend, an die Karte zu gelangen. Gelingt beides, können PIN und Bankkarte gemeinsam für weitere Abhebungen oder andere missbräuchliche Transaktionen verwendet werden.
Deshalb gehört eine einfache Gewohnheit zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen: Die PIN sollte bei jeder Eingabe konsequent mit der freien Hand oder einem Gegenstand verdeckt werden. Ebenso wichtig ist ausreichender Abstand zu anderen Personen. Wer sich bedrängt oder beobachtet fühlt, sollte das Geldabheben abbrechen und sich nicht scheuen, andere Personen ausdrücklich um Abstand zu bitten.
Technischer wird es beim sogenannten Cash Trapping. Dabei manipulieren Täter den Geldausgabeschacht des Automaten mit einer Verblendung, sodass der Kunde den Eindruck bekommen kann, der Automat habe das Geld nicht ausgezahlt. Verlässt die betroffene Person anschließend den Automaten, können die Täter die Vorrichtung entfernen und das zurückgehaltene Bargeld an sich nehmen.
Genau deshalb sollte man bei einer ungewöhnlichen Situation nicht einfach weggehen. Öffnet sich der Geldausgabeschacht nicht wie gewohnt oder fällt etwas anderes am Automaten auf, empfiehlt die im Beitrag zitierte Kriminalprävention, am Automaten zu bleiben und einen Mitarbeiter der Bank zu informieren. Bei verdächtigen Beobachtungen kann außerdem die Polizei verständigt werden.
Viele Sicherheitstipps sind erstaunlich einfach und können trotzdem einen entscheidenden Unterschied machen. Vor der Benutzung eines Geldautomaten lohnt sich ein kurzer Blick auf die Umgebung. Wer sich unsicher fühlt, kann sich begleiten lassen. Während des Abhebens sollte man sich nicht auf Gespräche mit fremden Personen einlassen und Geld, Karte sowie Beleg anschließend sofort einstecken, statt das Bargeld öffentlich nachzuzählen.
Auch die Höhe des eigenen Bargeldlimits ist einen Blick wert. Im Beitrag wird empfohlen, zu prüfen, welche Summen tatsächlich benötigt werden, denn ein hohes Abhebungslimit kann im Fall eines kriminellen Übergriffs auch einen größeren finanziellen Schaden ermöglichen. Für kleinere Beträge gibt es inzwischen zudem häufig die Möglichkeit, beim täglichen Einkauf Bargeld abzuheben.
Dann zählt Geschwindigkeit. Eine verschwundene oder gestohlene Karte sollte unverzüglich gesperrt werden. Das gilt laut Beitrag auch dann, wenn die Karte scheinbar vom Geldautomaten eingezogen wurde, weil auch eine solche Situation im Zusammenhang mit einer Manipulation stehen kann. Der Beitrag nennt außerdem die zusätzliche KUNO Sperrung für bestimmte Zahlungen mit Unterschrift.
Die wichtigste Botschaft lautet deshalb nicht, Geldautomaten grundsätzlich zu meiden. Vielmehr geht es darum, auch bei einer alltäglichen Handlung aufmerksam zu bleiben und ungewöhnliche Situationen ernst zu nehmen.
Welche Tricks Täter einsetzen und mit welchen einfachen Verhaltensweisen Sie sich beim Geldabheben im Urlaub und zu Hause besser schützen können, lesen Sie ausführlich in der aktuellen Ausgabe der Network-Karriere.
Jetzt den vollständigen Beitrag lesen: