
Mehr arbeiten. Noch eine Aufgabe selbst übernehmen. Abends länger bleiben. Am Wochenende schnell etwas erledigen, was unter der Woche liegen geblieben ist.
Und wenn es trotzdem nicht reicht?
Dann eben noch ein bisschen mehr arbeiten.
Viele Selbstständige und Unternehmer kennen dieses Prinzip. Es kann erstaunlich lange funktionieren. Zumindest nach außen.
Genau an diesem Punkt beginnt der Roman „Der Weg nach oben beginnt unten“ von Mario Tutas, der in der aktuellen Ausgabe der Network-Karriere vorgestellt wird.
Im Mittelpunkt steht der Steuerberater Marko Grantz. Seine Kanzlei läuft, Mandanten sind vorhanden, Umsatz wird gemacht und auch ein Team gibt es. Von außen betrachtet könnte man meinen: alles bestens.
Doch hinter der Fassade sieht es anders aus. Der Druck ist permanent, Mitarbeiter wechseln, die Überforderung wächst und Marko selbst hält sich für praktisch unersetzlich. Seine Antwort darauf ist immer dieselbe: Ich muss einfach durchhalten.
Genau dieser Gedanke wird zum Ausgangspunkt der Geschichte.
Denn während die Kanzlei weiter funktioniert, geraten andere Bereiche zunehmend aus dem Gleichgewicht. Beziehungen leiden und auch die eigene Gesundheit bekommt weniger Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass ein Unternehmen, das nur durch den permanenten persönlichen Einsatz seines Inhabers funktioniert, auf einem ziemlich wackeligen Fundament steht.
Mario Tutas erzählt dieses Thema nicht als klassischen Unternehmensratgeber.
Er verpackt es in einen Roman.
Das macht den Ansatz interessant, denn die Leser erleben gemeinsam mit der Hauptfigur, wie ein scheinbar erfolgreiches System langsam an seine Grenzen gerät und welche Veränderungen notwendig werden.
Dabei verbindet Tutas die fiktive Geschichte mit realen unternehmerischen Fragestellungen. Wie können Aufgaben und Verantwortung im Team verteilt werden? Wie viel Kontrolle muss ein Unternehmer tatsächlich behalten? Und führt mehr persönlicher Einsatz wirklich automatisch zu besseren Ergebnissen?
Gerade für Selbstständige im Vertrieb und Network Marketing ist der Gedanke spannend.
Wer sein Geschäft selbst aufgebaut hat, gewöhnt sich schnell daran, überall beteiligt zu sein. Kunden, Vertriebspartner, Organisation, Veranstaltungen, Social Media, Verwaltung und Führung.
Irgendwann kann aus Verantwortung jedoch das Gefühl entstehen, dass ohne die eigene Person überhaupt nichts mehr funktioniert.
Aber ist das wirklich Unternehmertum?
Oder hat man sich damit lediglich einen Arbeitsplatz geschaffen, aus dem man selbst nicht mehr herauskommt?
Der Roman gibt darauf keine trockene Anleitung. Stattdessen begleitet er seinen Protagonisten auf dem Weg zu neuen Strukturen, anderer Führung und einer veränderten Verteilung von Verantwortung.
Vielleicht steckt die wichtigste Frage deshalb schon im Titel: Muss man manchmal erst einen Schritt zurückgehen, um langfristig wieder nach oben zu kommen?
Warum reines Durchhalten kein dauerhaftes Fundament sein muss und was Unternehmer aus der Geschichte von Marko Grantz mitnehmen können, lesen Sie in unserer Buchvorstellung in der aktuellen Ausgabe der Network-Karriere.
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