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Das sagt Zukunftsforscher Janszky zum Krieg in der Ukraine

  • 05.05.2022

Immer wieder hat man mich gefragt, wie es mit dem Krieg weitergehen könnte bzw. ob unsere Zukunftsstudien dazu irgendwas sagen könnten. Aber das muss ich verneinen, denn selbst unsere wissenschaftlichen Methoden der Zukunftsforschung können nicht vorhersagen, wie sich ein Krieg entwickelt bzw. welche Schritte ein einziger Mann gehen wird. Diese Studien geben Antworten auf Fragen zur Entwicklung von Technologie und Wirtschaft usw., aber das Vorgehen Putins kann man mit wissenschaftlichen Methoden leider nicht prognostizieren.

 

Es gibt schon viel zu viele, die, ohne irgendetwas zu wissen, alles Mögliche erzählen und mutmaßen. Da braucht es nicht noch einen Zukunftsforscher, der munter mitmischt. Allerdings habe ich letztens überlegt, ob sich durch den Krieg irgendetwas an unseren Prognosen verändern könnte. Wir haben dann in unsere Studien geschaut und sind zu dem Schluss gekommen, dass das nicht passieren wird.

 

Bis zum Jahr 2030 wird sich nichts verändern, weil die Triebkräfte der wichtigsten Entwicklungen, trotz der Globalisierung, zum großen Teil nicht betroffen sind. Diese Menschen sitzen im Silicon Valley oder in China und haben, zumindest zum jetzigen Stand, noch keine großen Konsequenzen zu befürchten.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: ich will heute trotzdem was zum Krieg in der Ukraine sagen. Und zwar wird das keine Prognose, sondern ein Einblick in meine Gedanken als Zukunftsforscher. Das sind gänzlich subjektive Gedanken und das wird nichts mit einer wissenschaftlichen Studie zu tun haben.

 

An sich leben wir in einer Zeit der Empörungswellen. Alle Menschen empören sich, auch die Medien. Die letzten zwei Jahre haben wir uns über die Impfgegner und die Querdenker empört. Und wir haben uns nicht nur empört, wir haben sie vermutlich sogar gehasst, oder? Jetzt hassen wir nicht mehr die Impfgegner, jetzt hassen wir zum Beispiel Gerhard Schröder, der zu einer Persona non grata wurde. Und ich muss euch sagen, dass ich das alles ziemlich verrückt finde.

 

Warum finde ich das verrückt? Das ist der Ausdruck, dass in uns allen ein Krieg herrscht, in dem wir uns entweder auf die Seite der Guten oder auf die Seite der Bösen schlagen wollen. In dem Fall sind beispielweise Putin und Schröder die Bösen und die Guten sind Selenskyj und die Klitschkos. In unserem innerlichen Konflikt wollen wir uns auf die Seite der Guten stellen.

 

Meine erste Feststellung beim Nachdenken über den Satz des Zen-Meisters ist aber tatsächlich, dass der Gedanke an „Gut“ und „Böse“ weg muss. Das löst nämlich keinen Konflikt, sondern zementiert die Gegensätze. Ich habe eine ketzerische Frage: ist der ukrainische Präsident wirklich ein Held? Ukrainische Väter dürfen das Land nicht verlassen, um mit ihren Familien ein neues Leben aufzubauen. Sie werden verpflichtet, Krieg zu führen und im Fall der Fälle Menschen umzubringen. Ich habe damals auch den Kriegsdienst verweigert, weil ich mich nicht für Hirngespinste irgendwelcher Psychopathen umbringen lassen wollte. Wenn ich also jetzt ein ukrainischer Vater wäre, würde ich das gut finden? Ohne jede Frage würde ich Putin furchtbar finden, aber würde ich jetzt den ukrainischen Präsidenten gut finden, der mich davon abhält, mit meiner Familie über die Grenze zu gehen, um dort mein Leben weiterzuleben?

 

Aber wie lässt sich dieser Konflikt jetzt eigentlich lösen? In den Talkshows, die ich mir anschaue, habe ich bis jetzt noch keine Lösung gehört. Man müsse hochrüsten, höre ich immer wieder. Man müsse sich vor Russland schützen. Das klingt für mich so, als würde man den Eisernen Vorhang wieder hochziehen wollen. Dann geht der Kalte Krieg immer weiter und weiter und es werden sich wieder zwei Lager gegenüberstehen, die konkrete Bedrohungsszenarien schaffen. Ich bin 16 Jahre meines Lebens hinter dem Eisernen Vorhang aufgewachsen. Das ist beim besten Willen keine geeignete Lösung.

 

Was können wir jetzt tun? Wir können spenden, flüchtenden Menschen ein Obdach bieten oder uns einer Hilfsorganisation anschließen. Außerdem können wir unsere Überzeugung nach außen tragen, ein gemeinsames „Haus Europa“ zu schaffen. Wir sollten vor dem russischen Volk keine Angst haben, nur vor ihrem Diktator Putin. Und wir dürfen nicht mehr in „Gut“ und „Böse“ denken, sondern daran, gemeinsam etwas Besseres aufzubauen. Wir müssen diesen Frieden gewinnen. Und deshalb ist meine Botschaft an alle, die da im Augenblick Krieg spielen, egal ob in den Medien oder in privaten Gesprächen; an alle, die ihren Russenhass oder ihren Hass auf Putin gerade pflegen. Mit diesen Gedanken werden wir keinen Frieden gewinnen. Wenn wir Krieg spielen, bin ich nicht bei euch. Wenn wir eine Friedens-Idee haben, dann bin ich dabei.

 

Sven Gabor Janszky

 

Europas innovativster Zukunftsforscher

 

https://janszky.de

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