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Die Corona-Bilanz 2.0: DIES IST EIN NOTRUF!

  • 28.02.2022

In der März-Ausgabe zieht die Network-Karriere die Corona-Bilanz 2.0: Es gibt immer eine Geschichte hinter der Geschichte. Der Berliner Intensivpfleger Ricardo Lange spricht schonungslos offen über die oftmals unerträglichen personellen Zustände auf den Intensivstationen der großen Kliniken. In fast drei Vierteln der deutschen Krankenhäuser mit Intensivbetten stehen aktuell weniger Intensivpflegekräfte zur Verfügung als noch am Jahresende 2020. Hauptgründe hierfür sind Kündigungen, interne Stellenwechsel oder Arbeitszeitreduktionen. Die Gründe liegen auf der Hand: Körperliche und seelische Schwerstarbeit mit unzumutbaren Arbeitszeiten, eine miserable Bezahlung und fehlende Wertschätzung.

 

Doch zumindest mehr Wertschätzung sollen nun die Pflegekräfte erfahren. Unter der Flagge des Bundesfinanzministeriums wird aktuell eine 10 Euro Münze „zu Ehren der Beschäftigten in Pflegeberufen“ zum Kauf angeboten. In einem Werbe-Mail heißt es: „Mit der fünfteiligen 10 Euro-Serie ,Im Dienst der Gesellschaft‘ zollt das Bundesfinanzministerium all jenen Berufsgruppen Tribut, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft unverzichtbar sind. Den Anfang macht dabei ein Sektor, dessen offizielle Würdigung längst überfällig war: die Pflege.“

 

Was liegt bei einer solchen Aussage näher, als im Duden zu schauen, was wohl unter „Tribut zollen“ zu verstehen ist. Die Antwort von Duden: „... zahlen, leisten, entrichten“. Dass die Pflegekräfte von der Vermarktung der ihnen gewidmeten Münze etwas abbekommen sollen, steht allerdings nicht in der Werbe-Mail. Network-Karriere hat beim Bundesfinanzministerium angefragt, was es mit dem „Tribut zollen“ für die Pflegekräfte auf sich hat.

 

Die Antwort vom Bundesfinanzministerium kam dann auch prompt: „Die Serie stellt die besondere Bedeutung von Berufsgruppen in den Fokus, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft und das Leben jedes Einzelnen unverzichtbar sind. Sie ist Ausdruck des Respekts und der Wertschätzung dieser stets im Interesse des Gemeinwohls handelnden Menschen. Die Erlöse aus dem Verkauf von Sammlermünzen fließen den allgemeinen Haushaltseinnahmen zu und dienen der Deckung aller Ausgaben.“

 

Die Begeisterung über diese Wertschätzung dürfte bei den Pflegekräften eher verhalten sein. Denn Wertschätzung wird an der Supermarktkasse nun mal nicht als Zahlungsmittel angenommen. Die erneut erhöhten Diäten der Bundestagsabgeordneten dagegen schon.

 

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Network-Karriere die Titelstory Die Corona-Bilanz 2.0: DIES IST EIN NOTRUF!

 

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