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1,1 Millionen Euro Licht-Show vor dem Bundestag

  • 19.08.2022

Bild: Philipp Behm

Der Bundesminister für Wirtschaft und Klima ruft die Deutschen zum Energiesparen auf und liefert in Form der millionenschweren Kampagne „80 Millionen für Energiewechsel“ so manchen Spar Tipp gleich mit: Nicht so lange duschen, beim Kochen Deckel auf den Topf legen, nachts den WLAN-Router ausschalten…

 

Während die Tipps der Energiesparkampagne von den Werbetafeln der Republik herabflimmern, verwandelt sich ein Teil des Berliner Regierungsviertel allabendlich zudem in eine Lichtspielbühne. Nach Einsetzen der Dunkelheit wird die Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses – einem Gebäude des Deutschen Bundestages – für eine Film-, Licht- und Tonprojektion zur Geschichte des deutschen Parlamentarismus genutzt. Dabei werden fünf Projektionsflächen zwischen 21 und 300 qm bespielt. Zusätzlich werfen Laserprojektoren weitere Motive auf das Gebäude. Über riesige Lautsprecher werden die Zuschauer beschallt, die das Spektakel von der Freitreppe vor dem Reichstagsgebäude aus bestaunen können.

 

Zwischen 3. Juli und 3. Oktober laufen täglich zwei je rund 30-minütige Vorführungen. Dafür sind Ausgaben von insgesamt 1.160.000 Euro (netto) vorgesehen, wie der Deutsche Bundestag dem Bund der Steuerzahler auf Anfragte mitteilt. Somit belaufen sich die Kosten der Show je Tag auf rund 12.500 Euro. Gerechnet wird insgesamt mit 130.000 bis 160.000 Gästen – also zwischen 700 und 860 pro Show.

 

In Zeiten der Energiespar-Appelle interessant: Der erwartete Stromverbrauch für alle diesjährigen Shows beläuft sich auf rund 27.000 kWh – rechnerisch also rund 145 kWh pro halbstündiger Show. Das ist in etwa der Verbrauch von rund 29.000 WLAN-Routern im gleichen Zeitraum – lang genug also, um den Online-Zusammenschnitt der Film- und Lichtprojektion auf YouTube anzusehen, den der Deutsche Bundestag 2020 hat erstellen lassen. Netto-Kosten für das Video damals: 119.000 Euro.

 

Quelle: Bund der Steuerzahler

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